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Social Media Fundraising: Spenden sammeln & Spender*innen erreichen über Instagram & Co.

Modernes, digitales Fundraising kommt an Social Media nicht vorbei. Facebook, Twitter, Instagram und Co. spielen eine immer grössere Rolle und sind in den unterschiedlichsten Lebensbereichen relevant – auch im (Spenden-)Marketing. Ob direkte Spendenaufrufe und -aktionen, Influencer Fundraising oder Aufmerksamkeit für Ihre Organisation und Projekte: Social Media Fundraising ermöglicht eine schnelle und effektive Kommunikation zwischen Projektträger*innen, Förderstiftungen und Privatpersonen.

Wie sich die wichtigsten Kanäle voneinander unterscheiden, wie Sie Ihre Social Media Kampagne mithilfe von Influencer*innen abheben lassen und worauf gemeinnützige Organisationen bei Ihren Social Media Auftritten achten sollten, das erfahren Sie hier.

Social Media für NGOs & NPOs: So starten Sie in den sozialen Netzwerken durch

Als Verein oder Organisation sind Sie bestimmt schon bei Facebook, Instagram und Twitter mit einem Profil vertreten. Wichtig beim Social Media Fundraising ist es, den User*innen neben Spendenaufrufen und Kampagnen auch echten Mehrwert zu bieten. Das Posten eines Spendenlinks nach dem nächsten wird in der Regel wenig Aufmerksamkeit nach sich ziehen. Wer seine Social Media Profile pflegt, spannende Inhalte aus dem Alltag und den Projekten der Organisation teilt und im aktiven Austausch mit anderen Projekten und Privatpersonen ist, der hat auch größere Erfolgschancen bei Spendenaktionen und dem Werben von Mitgliedern.

Das sind die wichtigsten Tipps für NGOs und NPOs in den sozialen Medien:

  • Regelmässige Posts mit Mehrwert und Aktivität absetzen
  • Erweitern Sie ihre Zielgruppe, um nicht mit anderen Organisationen in ausschliesslich einer Gruppe zu konkurrieren. Auch jüngere Zielgruppen entwickeln später Spendenvolumen
  • Pflegen Sie ihre Community und setzen Sie mit Kampagnen auf die Netzwerkeffekte in Ihren Zielgruppen
  • Rufen Sie Ihre Follower*innen dazu auf, Ihre Beiträge zu teilen
  • Sagen Sie “Danke”: Zeigen Sie, was durch die Spenden ermöglicht wurde und wie viele Personen sich bei einer Aktion beteiligt haben
  • Verknüpfen Sie Ihre Kanäle untereinander und wählen Sie die richtige Ansprache fürs jeweilige Publikum
  • Sichern Sie eine schnelle und unkomplizierte Spendenmöglichkeit, z. B.  mit einem Link zu Ihrem Eintrag bei der Spendenplattform von stiftungschweiz.ch

Fundraising auf Instagram, LinkedIn oder TikTok? Das unterscheidet die Kanäle

Auch in den sozialen Medien ist ein durchdachtes Fundraising-Konzept der Schlüssel zum Erfolg. An wen richten Sie Ihren Aufruf? Welches Ziel verfolgen Sie? Wollen Sie kurzfristig Spenden für einen ganz bestimmten Zweck sammeln oder möchten Sie neue Mitglieder werben, die Sie regelmässig unterstützen? Von Ihrer Strategie ist abhängig, welche Social Media Kanäle Sie dafür wählen sollten. Das sind die wichtigsten sozialen Plattformen für Fundraiser*innen:

Fundraising auf Facebook

Das grösste soziale Netzwerk der Welt verfügt über ein eigenes Spenden-Tool, das jedoch in der Schweiz nicht freigeschaltet ist. Wenn Ihre NPO international aktiv ist, können Sie sich für das Spendentool freischalten lassen, sodass Ihre Follower*innen etwa mit einer Geburtstags-Spendenaktion für Ihre Organisation Spenden sammeln können. So kommen bei Facebook circa 90 Prozent aller Spenden zustande.

Instagram Fundraising

Instagram steht für visuellen Content. Stories, Reels und Posts sollten also kompakt und aussagekräftig formuliert sein sowie eine gelungene Bildsprache aufweisen. Verlinken können Sie allerdings nur in der Profilbeschreibung und in Ihren Stories. Mit einem Tool wie StartPage oder Linktree können Sie verschiedene Projekte über Ihre Instagram-Biographie zugänglich machen. Denken Sie an die passenden Hashtags!

«Reels» sind zurzeit das beliebteste Format auf Instagram. Sie erreichen dank Algorithmus eine hohe organische Reichweite. Die Kurzvideos sollten etwa 15 Sekunden lang sein und stets von Musik begleitet werden. Am besten eignen sich die App-internen Songs. Die Videos funktionieren auch auf TikTok.

Instagram Reels von StiftungSchweiz:

Fundraising auf Twitter

Twitter funktioniert hauptsächlich über Hashtags. Wenn Sie es schaffen, mit einem Tweet “viral” zu gehen,  ist das Ihre Chance für einen sehr erfolgreichen Spendenaufruf. Ein Geheimrezept gibt es dafür allerdings nicht, etwas Glück und Durchhaltevermögen gehört dazu.

Fundraising auf LinkedIn

LinkedIn bietet mit seinem geschäftlichen, professionellen Charakter attraktive Möglichkeiten fürs Social Media Fundraising. Der User*innenpool stellt ein allgemein als spendenfreudig angesehenes Publikum dar: Angestellte der Mittelschicht sowie Freiberufler*innen und leitende Positionen kleiner und mittlerer Unternehmen sind besonders aktiv auf LinkedIn. Mit “LinkedIn for Non-Profits” bietet die Plattform ein spezielles Programm für gemeinnützige Organisationen mit vielen Vorteilen wie Rabatte auf Marketing-, Recruiting-, Fundraising- und Weiterbildungsprodukte von LinkedIn. Außerdem stehen NGOs und NPOs auf LinkedIn Live-Events, Gesprächs- und Webinarreihen sowie Ratgeber und E-Books rund um die Welt der Philanthropie und Fundraising auf LinkedIn zur Verfügung.

Fundraising auf TikTok

TikTok ist die jüngste, aber auch am stärksten wachsende Social Media Plattform mit einer sehr jungen Demographie. In Zeiten von “Fridays For Future” ist die junge Generation allerdings für NPOs immer interessanter geworden. Mit kreativen Clips und einer starken Message erreichen Sie junge Philanthrop*innen. Im Vergleich zu anderen Social Media Kanälen bietet TikTok gute Chancen für organische Reichweite. Ein Spenden-Sticker und die Möglichkeit, eine gemeinnützige Organisation im Profil anzeigen zu lassen, vereinfachen das Fundraising auf TikTok. Mit “TikTok for good” will die Plattform Non-Profit-Organisationen unterstützen: Begleitetes und optimiertes Account Management, vertiefte Analyse und Insights sowie sponsored Hashtags helfen dabei, Ihre Ziele beim Fundraising auf TikTok zu erreichen.

Influencer Fundraising & Social Media Kampagnen

Neben eigenen Posts und organischem Wachstum auf Social Media gibt es auf allen Plattformen auch die Möglichkeit, bezahlte Werbung zu schalten. Durch das nutzerspezifische “Microtargeting” haben Sie hier eine besonders genaue Zielgruppenausrichtung. Die Nutzung derartiger Ads für Social Media Fundraising sollte aber gut kalkuliert sein und lohnt sich eher für große Organisationen und Projekte.

Auch für das Influencer Fundraising müssen erst einmal gewisse Summen investiert werden, bevor eine Spendenaktion Früchte trägt. Es ist zwar den Versuch wert, Profile mit hoher Reichweite und vielen Follower*innen auf Instagram, Youtube und TikTok anzuschreiben und von einer unentgeltlichen Kollaboration zu überzeugen. Eine genaue Information im Vorfeld, wer in Frage kommen würde und wie empfänglich diese*r Influencer*in für Gemeinnützigkeit ist, sollte dem vorausgehen.

Effizienter und komfortabler, aber auch teurer gestaltet sich Influencer Fundraising über eine Agentur für Influencer Marketing, die für Sie die richtigen Accounts aussucht und diesen ein bezahltes Kooperationsangebot unterbreitet.

Social Media für Fundraiser*innen & Förderstiftungen

Als digitale Schweizer Plattform für gemeinnütziges Engagement ist StiftungSchweiz ein (soziales) Netzwerk für Förderstiftungen, Projektträger*innen und Privatpersonen. Wer Fundraising in der Schweiz betreiben möchte, ist hier genau richtig.

Im Schweizer Stiftungsverzeichnis treten Stifter*innen, Fundraiser*innen und Freiwillige dank cleverer Filter- und Matching-Funktionen unkompliziert und effizient in Kontakt. Die dazugehörige Spendenplattform ist die grösste der Schweiz und ermöglicht es Fundraiser*innen Ihre Projekte vorzustellen und direkt Spenden zu sammeln. Mit dem Online-Magazin “The Philanthropist”, einem umfangreichen Wissens-Hub und regelmäßigen Veranstaltungshinweisen und News aus der Welt der Philanthropie bietet StiftungSchweiz ausserdem spannende Inhalte für alle, die an eine bessere Welt glauben und diese mitgestalten wollen.

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